FREIE WÄHLER: Keine Zwangszuweisung des AKW-Bauschutt nach Lübeck!

Der Landesumweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) plant die Zwangszuweisung des AKW-Bauschutts der abzureißenden Kernkraftwerke Brunsbüttel, Brockdorf und Krümmel. Zwar gebe es laut dem Minister entgegen mehren Zeitungsberichten noch keine Festlegung auf Lübeck, dennoch erklärte er gegenüber den Medien, dass die Eignung in Lübeck auf jeden Fall vorliege.

Rüdiger Hinrichs (FREIE WÄHLER)

Rüdiger Hinrichs (FREIE WÄHLER)

Der Landesumweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) plant die Zwangszuweisung des AKW-Bauschutts der abzureißenden Kernkraftwerke Brunsbüttel, Brockdorf und Krümmel. Zwar gebe es laut dem Minister entgegen mehren Zeitungsberichten noch keine Festlegung auf Lübeck, dennoch erklärte er gegenüber den Medien, dass die Eignung in Lübeck auf jeden Fall vorliege. 

Das FREIE WÄHLER Kreisvorstandsmitglied Rüdiger Hinrichs, Mitglied im Werkausschuss der Entsorgungsbetriebe Lübeck, stellt fest:

„Der grüne Umweltminister will die 50.000 Tonnen AKW-Bauschutt jetzt zwangszuweisen, obwohl das Messverfahren weiterhin in der Kritik steht und die Rückholbarkeit auf der Deponie Niemark nicht gewährleistet wäre. Es handelt sich bei unserer Lübecker Deponie, aber auch bei den anderen drei zur Debatte stehenden Deponien, nur um eine klassische Hausmülldeponien. Ein Sicherheitsrisiko.

Wir hatten dieses Verfahren bereits 2016 kritisiert, als der prominente Vorgänger des Umweltministers, Robert Habeck, diese Idee vorgestellt hatte. Damals hatten SPD und CDU in der Lübecker Bürgerschaft noch betont, dass sie bereit wären diesen Schutt auf Niemark zu lagern. Wir hatten das Konzept des BUND für eine zentrale Sonderdeponie als Gegenvorschlag unterbreitet und waren damit gescheitert. Im Jahr 2018 haben unsere Argumente dann überzeugt. In der Lübecker Bürgerschaft stimmten SPD und CDU gemeinsam mit uns gegen eine Aufnahme des AKW-Bauschutts in Lübeck. Ein deutliches Zeichen, dass die Jamaika-Landesregierung offenbar ignoriert hat.

Wir unterstützen weiterhin den Vorschlag, eine einzige, mit mehreren speziellen Folien gesicherte Deponie für die Aufnahme zu verwenden. Gerade die CDU-Landtagsabgeordnete Röttger ist jetzt als einzige Lübeckerin in den Regierungsfraktionen gefordert, Jamaika auf Kurs zu bringen und die Interessen ihres Wahlkreises in Kiel durchzusetzen.“